poesie & pinsel

Fröhliche Frühlingsdeko

Die Tage werden langsam aber stetig heller und drinnen wird es bei uns schonmal pastelliger.
Für meine diesjährige Frühlingsdeko habe ich mir aus (alten und neuen) Holzresten viele fröhliche Holzhäuschen ausgesägt. Das Gute an den Holzresten ist, dass dadurch die Häuschen quasi wie von selbst alle sehr individuell werden, sie sind unterschiedlich dick, das Holz reagiert unterschiedlich auf die Weiterverarbeitung, sie sind schmaler, breiter, höher, kürzer… je nach Holzstück. Auch bei den Dächern habe ich es nicht so genau genommen, sodass diese alle unterschiedlich ausfallen.

Und so geht’s:
Die Breite meiner Holzreste (Latten, Sägestücke usw.) habe ich größtenteils so gelassen, manche längere Holzstücke wurden geteilt und mit einer Stichsäge in zwei Stücke gesägt. Bei längeren Resten kann man das Holz gut mit einer Hand festhalten und auf die Arbeitsplatte drücken (das abzusägende Stück muß dabei natürlich über die Platte heraus stehen!), während man mit der anderen Hand das Dach zusägt. Kürzere Stücke sollten an der Arbeitsplatte mit einer Schraubzwinge befestigt werden, um Verletzungen zu vermeiden.

Nachdem alle Häuschen ausgesägt wurden, habe ich sie weiß grundiert, anschließend mit einem zweiten Anstrich versehen, in meinem Fall manche in rosa, andere in weiß. Immer ein paar Stunden Zeit zum Trocknen geben. Erst danach habe ich die Häuser abgeschliffen und damit auch die rauen Sägekanten, an denen man sich weh tun könnte, beseitigt. Dabei entsteht sogleich der hübsche Shabby-Look, bei dem Kanten und Flächen teilweise ganz von Farbe befreit werden und das rohe Holz zum Vorschein kommt. Älteres Holz, bei dem teilweise die weichen Fasern schon verwittert sind und der härtere Holzgrat heraus steht, wird dabei besonders schön, weil auf den Flächen die Holzstruktur trotz der Farbe zum Vorschein kommt (sehr schön an den weißen Häusern zu sehen).

Mit einem feuchten Tuch den Staub vom Schleifen abwischen, wer mag kann auch noch Fenster, Türen oder Herzen (oder alles ;-)) aufmalen. Zusammen gestellt ergibt es eine hübsche kleine, gemütliche, windschiefe Siedlung.

Die Äste sind getrocknete Holzzweige, die mit der gleichen Farbe wie die Häuschen und einem mittelgroßen Pinsel (Stärke 8-12) angemalt wurden. Das ist ein bisschen Puzzle-Arbeit, wenn man es ganz genau machen möchte, weil man die Zweige immer wieder drehen muß, um zu schauen, dass man auch alle Stellen erwischt hat. Wer es nicht so genau nimmt, hat Shabby-Zweige, was auch sehr hübsch ist.

Bitte aufpassen, dass man nicht zu viel Farbe aufträgt, sonst können „Farbnasen“ entstehen. Zum Trocknen evtl. mit einem dünnen Faden aufhängen (Unterlage darunter, falls es tropfen sollte). Die Zweige können dann hübsch in Vasen oder Körben arrangiert werden und gerne noch mit Vögeln oder Schmetterlingen gepimpt werden.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Werkeln.

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