cool & cosy

Kleine Küchenhandtücher selbst gestrickt

Zwei verregnete Wochenenden hintereinander … da mussten mal wieder die Stricknadeln her, und ein Projekt, das wirklich auch für Strickanfänger geeignet ist und – ganz wichtig für alle Ungeduldigen wie mich 🙂 – schnell geht… Wie Ihr diese super süßen Küchenhandtücher selber macht, zeige ich Euch Schritt für Schritt.

Ihr könnt mit Farben und Formen wie immer munter variieren und auch kleinere Varianten als Spültücher stricken.

Das braucht ihr dafür:

Wolle aus Baumwolle, am besten mit leichtem Stretchanteil (ich habe die Cool Cotton von Lana Grossa gewählt; die verwendeten Farben sind Mint 032, Petrol 020 , Graphitgrau 022 und Pink 006); Für das kleine Handtuch reicht ein Knäuel, für das größere braucht ihr 1 1/2 Knäuel.

Stricknadeln in Stärke 5 (ich nehme am Liebsten Rundstricknadeln, auch für’s „Geradeaus“-Stricken)

Häkelnadel in Stärke 5 

So wird’s gemacht:

Das Muster besteht aus rechten und linken Maschen, also absolut kein Hexenwerk. Diese werden – nach einem kurzen Bündchen aus linken Maschen – im Waffel- oder Schachbrettmuster angeordnet. Ich habe zwei verschiedene Größen gemacht:

Das größere Handtuch hat die Maße 42 cm Länge und 30 cm Breite; dafür müsst Ihr mit der genannten Wolle 62 Maschen anschlagen.

Die kleineren Handtücher sind ca. 36 cm lang und ca. 23 cm breit; dafür müsst Ihr 47 Maschen anschlagen.

Generell besteht das Muster aus zwei Randmaschen und 5 rechten und 5 linken Maschen, immer im Wechsel. Alle 6 Reihen (3 hin- und 3 Rückreihen) wird gewechselt, das heißt, auf jede rechte wird eine linke Masche gestrickt und umgekehrt…

 

Aber nochmal ganz langsam…

Ihr schlagt also zum Beispiel für das kleinere Handtuch die 47 Maschen an (Maschenanzahl durch 5 plus 2 Randmaschen, so könnt ihr nach Belieben größer oder kleiner werden). 

Ich habe einen sogenannten Schweizer Rand gestrickt (der wird schön präzise), bei dem man in jeder Reihe, also in Hin- und Rückreihe eine linke Masche strickt.

Also die erste und letzte Masche einer Reihe ist IMMER links, dann strickt Ihr in der ersten Rückreihe nach dem Maschenanschlag nur rechte Maschen. In der Hinreihe strickt ihr so, wie die Maschen erscheinen, also nur links, und das bis Ihr 8 Reihen gestrickt habt.

Dann beginnt das eigentliche Muster:

Wie immer eine linke Randmasche, dann 5 Maschen rechts, 5 links usw. bis zur linken Randmasche am Ende der Reihe, dann wieder wie die Maschen erscheinen auf der Rückreihe.

Nach 6 Reihen strickt Ihr nach der Randmasche auf die 5 rechten 5 linke Maschen und umgekehrt…

Wie gesagt hat bei mir ein Knäuel knapp für das kleinere Handtuch gereicht und ich habe nach 14 „Waffeln“ wieder 4 Reihen glatt links gestrickt und  in der Mitte das Knopfloch als Aufhänger eingefügt.

Das Knopfloch:

Nach 20 Maschen (Randmasche plus 19 Maschen) kettet ihr insgesamt 7 Maschen ab, also nach den 20 Maschen 2 Maschen stricken, die hintere über die vordere heben, wieder eine stricken, die hintere über die vordere heben, bis 7 Maschen abgekettet sind (wer das noch nie gemacht hat, kann sich dazu auf YouTube das passende Video anschauen!).

In der nächsten Reihe wird bis zum Loch gestrickt, dann werden 7 Schlaufen wieder aufgenommen (Faden von oben über den Daumen schlingen und auf die Nadel legen).

In der nächsten Reihe (die dritte und letzte für das Knopfloch) wird dann aus jeder Schlinge eine Masche (rechts oder links, je nach Muster) gestrickt. (Schiebt die Schlinge mit dem Finger von hinten etwas nach vorne zu Euch, damit sie sich etwas öffnet.)

Dann werden noch 4 weitere Reihen links gestrickt und dann abgekettet.

Ihr könnt so abketten, wie Ihr das gewöhnt seid. Ich kette elastisch ab. Das geht so:

Ihr strickt zwei Maschen gemäß dem Muster, dann stecht Ihr mit der linken Nadel in beide gestrickten Maschen ein und strickt sie rechts verschränkt, also von hinten in beide Maschen stechen, ab. Wieder eine Masche stricken und wiederholen bis alle Maschen abgekettet sind.

Zum Schluß habe ich das Knopfloch als Aufhänger verstärkt und dazu mit festen Maschen und einer Kontrastfarbe umhäkelt. Wenn es Euch stört, dass sich die beiden Seiten einrollen, könnt ihr das Handtuch mit dem Bügeleisen dämpfen. Ich finde es schön, dass es sich etwas einrollt.

Noch ein Wort zum Vernähen der Fäden… Das Handtuch hat zwar eindeutig eine Vorderseite, aber trotzdem wollen wir ja nicht sehen, wo die Fäden vernäht wurden. Deshalb vernähe ich grundsätzlich am Rand eines Strickstücks (und wechsle auch nur am Rand den Faden und nie in der Mitte, da der Knoten sonst stören würde).

Ich folge den Maschen mit dem zu vernähenden Faden und verstecke so den Faden im Rand, wo er eigentlich gar nicht auffällt. Es gibt auf YouTube auch Videos zu diesem Thema, aber manche davon lassen zwar optisch den Faden verschwinden, hinterlassen aber eine deutlich dickere Stelle im Strickstück. Dies passiert nicht, wenn ich am Rand vernäht. Den Kontrastfaden des gehäkelten Randes müsst Ihr natürlich unter der Fäden der gleichen Farbe verstecken.  Das funktioniert aber recht gut.

So, und jetzt seid Ihr wirklich fertig! Wie schon gesagt könnt Ihr hier echt kreativ werden und auch andere Muster ausprobieren, oder für den Anfang einfach nur kraus rechts stricken. Nur keine Scheu vor dem Stricken, ich habe es auch neu gelernt, nachdem ich nur die schlechten Erinnerungen von mißlungenen Stücken aus der Grundschule hatte 🙂 …

Viel Spaß beim Nachmachen!!!

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