free & fun

Pimp Deine Jeansjacke

Ich bin gerade dabei, meinen Kleiderschrank zu entrümpeln. Es ist ja Wahnsinn, was sich da angesammelt hat… Man muß wirklich regelmäßig ausmisten, wenn man den Überblick behalten will. Zum Saisonwechsel versuche ich das ja eigentlich grob 2x im Jahr, aber naja…
Aber was ich eigentlich sagen wollte: Beim Ausmisten ist mir eine alte Jeansjacke vor die Finger gekommen (ich habe bestimmt zehn Stück in allen Varianten… Jeansjacken sind Teile, die gehen irgendwie immer, finde ich). Eigentlich wollte ich sie schon in die Flohmarktkiste legen, aber dann hat mir der Jeansstoff doch so gut gefallen, dass ich dachte, ich gebe ihr eine zweite Chance. Mir kam zum Glück spontan eine Idee, was ich daraus machen wollte. Wenn Ihr auch Lust auf ein Upcycling Eurer Lieblingsteile habt, sammelt hier doch einfach ein paar Ideen.
Als passionierte „Nähtante“ habe ich ja immer ein ganzes Arsenal an Patches, Stoffen, Bändern und Borten daheim. Natürlich kann man sich diese Teile auch in jedem Stoff- oder Kurzwarenladen kaufen, Bänder kann man auch ganz erfolgreich von Dekoläden zweckentfremden, sie sollten aber natürlich aus Stoff sein.

Mit meiner überarbeiteten Jeansjacke bin ich jetzt doppelt happy:
Ich habe quasi ein neues Teil für wenig Kosten, und ressoucenschonend ist es auch noch. Aus alten Jeans habe ich schon oft Shorts oder Taschen und Kissen gemacht (Jeans ist einfach ein mega dankbarer Stoff). Das werde ich Euch demnächst auch zeigen, einfach ab und zu wieder vorbei schauen.

Das wird benötigt:
– Nähmaschine
– Jeansjacke oder anderes Kleidungsstück nach Wahl
– Patches zum Aufbügeln oder Aufnähen
– buntes Garn passend zu Kleidung oder Patch
– Schere (Stoffschere) und Nahttrenner
– Band / Borte
– Stecknadeln
– evtl. Bügeleisen

So geht es:
1. Mit dem Nahttrenner (das cremefarbene Teil auf dem ersten runden Bild unten) in den Rand des Jeansstoffes pieksen und ihn weiter schieben bis so viel aufgetrennt ist, wie man möchte. Ich habe das quasi überall am Rand gemacht. Bei der nächsten Wäsche fransen diese Ränder dann schön „used“ aus (2. rundes Bild).
2. Ärmelenden mit der Schere in gewünschter Länge abschneiden und eventuell abrunden, wie bei meiner Jacke.
3. Nun legt man sich die Patches an den gewünschten Platz und bügelt von beiden Seiten mit dem Baumwollprogramm je ca. eine Minute darüber (bei der Vorderseite zum Schutz ein Tuch dazwischen legen). Alternativ kann man die Patches auch am Rand entlang annähen.
4. Bei der Nähmaschine den gewünschten Stich heraussuchen, Länge und Dichte des Stiches einstellen, vielleicht vorher mal auf einem extra Stoff testen. Naht an ausgesuchter Stelle platzieren.
5. Zum Schluß die Borte mit Stecknadeln feststecken, dabei am Anfang und Ende jeweils 5mm einplanen, um das Band nach hinten umzuklappen und sauber vernähen zu können.

Lasst Eurer Kreativität einfach freien Lauf! Man kann auch noch viel mehr Borten, Zackenlitze oder sogar Stoffstreifen verwenden. Statt Patches zu kaufen, können auch zu klein geworde Klamotten der Kinder auseinander geschnitten werden. So bekommen coole Frontprints zum Beispiel ein zweites Leben.

Auf jeden Fall habt Ihr hinterher ein absolut geniales Einzelstück. Damit rockt Ihr jedes Festival und jeden Feierabenddrink in Eurer Lieblings-Beachbar.

Auf einen tollen Sommer!
Teile diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.